Gefördert durch:

W_Logo_HKF

 

 

Wagner-Kino english

 

Wagner-Kino Programm

 

Wagner-Kino Symposium

 

Wagner-Kino News deutsch

 

Wagner-Kino Presseresonanz

 

Wagner-Kino Projekt

 

Wagner-Kino Katalog

 

Wagner-Kino Tagungsband

 

Wagner-Kino Blog

 

Wagner-Kino Veranstaltungsort

 

Wagner-Kino Partner

 

Wagner-Kino TwitterWagner-Kino Facebook

 

Wagner-Kino Kontakt

 

Wagner-Kino Impressum

 

Wagner-Kino Logo

 

Untitled Document

Film- und Veranstaltungszyklus im Zeughauskino am Deutschen Historischen Museum, Berlin, anlässlich des 200. Geburtstags von Richard Wagner

25. April bis 31. Mai 2013

 

Unter dem Titel „Wagner-Kino“ wird aus Anlass des 200. Geburtstages von Richard Wagner (*22. Mai 1813) im April und Mai 2013 eine Film- und Veranstaltungsreihe stattfinden, die sich der Wagner-Rezeption im Medium Film widmet. Die Veranstaltung umfasst 20 Filmprogramme. Die Filmvorführungen werden begleitet von Einführungen, Diskussionen und musikalischen Performances. Eine Tagung sowie ein im Frühjahr 2013 erscheinendes Begleitbuch bieten die Möglichkeit zur intensiven inhaltlichen Vertiefung des Themas.

Die Rezeption Richard Wagners im Kino und durch das Kino beschränkt sich keineswegs nur auf Verfilmungen seiner Biographie und seiner Opern oder die Verwendung einzelner musikalischer Motive in Filmmusiken. Sie reicht von der Auseinandersetzung mit Wagners Stoffen und Figurenkonstellationen über die Fortführung seiner Leitmotivtechnik und den Einsatz bestimmter Instrumentierungen bis hin zu den Versuchen, das Kino als eine Form des Gesamtkunstwerks zu konzeptualisieren. Wagners Idee einer Synthese sämtlicher künstlerischer Ausdrucksmittel in Form einer Totalinszenierung, die das Publikum überwältigen und in einen rauschhaften Sog hineinziehen sollte, wurde bereits zur Stummfilmzeit von einigen Filmregisseuren aufgegriffen und weiterentwickelt. In den 1970er und 1980er Jahren hat sich insbesondere der deutsche Filmregisseur Hans-Jürgen Syberberg intensiv mit diesem Ansatz beschäftigt, auch der Medienkünstler Christoph Schlingensief steht in dieser Tradition.

In Wagners Biographie und seinen politischen Positionen spiegeln sich die Umbrüche und Verwerfungen seiner Zeit. Wagners Absolutheitsanspruch wie auch seine ideologischen Haltungen (insbesondere sein rigider Antisemitismus) haben ihn zu einem wichtigen Bezugspunkt nationalsozialistischer Kulturpolitik gemacht. Aus heutiger Sicht ist es daher fast unmöglich, Wagner aus dem Kontext dieser speziellen Rezeptionsgeschichte herauszulösen. Dieser Aspekt wurde in Filmen in vielfältiger Weise aufgegriffen. So wurde etwa der Walkürenritt zu einer universalen musikalischen Chiffre des Faschismus umgedeutet, die bis in die jüngste Filmgeschichte zahlreiche ironische Brechungen und Neuinterpretationen erfahren hat.

Nicht zuletzt resultiert die besondere Wagner-Affinität des Kinos aus den Themen und Figuren, mit denen Wagner sich in seinen Opern beschäftigt hat. Riesen und Zwerge, Ritter und Drachen, Götter und Zauberer, untote Seefahrer oder Jünglinge auf der Suche nach dem Gral sind Motive, die in der Filmgeschichte kontinuierlich populär gewesen sind und die zum festen Inventar des Genre-Kinos gehören (Fantasy-Film, Horrorfilm, Science Fiction). Anderen Figurenkonstellationen – wie beispielsweise dem fatalen Liebesdreieck in Tristan und Isolde – begegnen wir vorzugsweise im amerikanischen Melodram.

Die vielfältigen Bezugspunkte, die sich zwischen Wagners Werk, Ästhetik und Ideologie einerseits und der Kinematographie andererseits herstellen lassen, spiegeln sich in einem facettenreichen Filmzyklus. Das Programm reicht von frühen Opernverfilmungen aus der Stummfilmzeit bis hin zu modernen Science-Fiction-Märchen. Es werden sowohl Spielfilme als auch Dokumentarfilme gezeigt werden, ebenso Experimentalfilme und Animationen sowie Ausschnitte aus Wochenschauen.

 

Der Veranstaltungsort

Die Filmvorführungen und Begleitveranstaltungen werden im Zeughauskino am Deutschen Historischen Museum in Berlin stattfinden. Das Kino ist bekannt als Ort für anspruchsvolle Retrospektiven und wissenschaftliche Filmreihen. Der Mitarbeiterstab des Hauses verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit wertvollen Archivkopien. Im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin werden im Zeughauskino regelmäßig die Filme der „Retrospektive“ gezeigt.

 

Das Projektteam

Jan Drehmel, jdrehmel[at]wagner-kino.de
Kristina Jaspers, kjaspers[at]wagner-kino.de
Steffen Vogt, Dr. phil., svogt[at]wagner-kino.de

August 2012

 

►Programm-Flyer Download (PDF)

 

Wagner-Kino Head deutsch-1